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 | Brauchtumsgruppe |
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Chronik der Brauchtumsfiguren Torfstecher (Bauer) und Bäuerin
Wie bereits unter Chronik erwähnt, stellen wir die Einsinger Torfstecher (Bauern) und Bäuerinnen dar. Dies aber nicht nur während der Fasnachtzeit sondern auch unter dem Jahr bei historischen Brauchtumsveranstaltungen wie z.B. Festumzüge Märkte u.s.w. als Brauchtumsgruppe (Sommerbrauchtum).
Bei diesen Vereinsaktivitäten wollen wir das bäuerliche Landleben ab ca. 1866 bis Ende des 19. Jahrhundert mit Vertiefung "des heimatlichen historischen Torfabbau auf einer 70 Hektar großen Riedfläche zwischen Einsingen und Gögglingen (von 1866 bis ca. Mitte der 50er Jahre)" der Bevölkerung nahe bringen.
Der Bauer ist mit einem Torfstecher ausgestattet, der früher zum Torfstechen diente und nach einer historischer Vorlage hergestellt wurde. Von der Gruppe wird ein Wasakarren mitgeführt, der ebenfalls nach einer historischer Vorlage hergestellt wurde.
Chronik der Brauchtumsfigur Enso (Alemanne)
Der Enso, der Ortsbegründer von Einsingen, ist ein weiterer Bestandteil unserer Brauchtumsgruppe.
Einsingens günstige Lage wurde bereits sehr früh erkannt: Funde aus der Jungsteinzeit und Siedlungsreste aus der Hallstattzeit (ca. 1000 v. Christus) lassen darauf schließen. Nach den Kelten und Römern machten sich dann im 3. Jahrhundert die Alemannen in "Ensoingen" sesshaft.
Als zu jener zeit die Alemannen über die Alb in die Donauebene vorstießen und um Ulm herum die Siedlung mit den Endungen "ingen" wie Söflingen, Eggingen, Ermingen und weitere mehr entstanden, kam in der Einsinger Gegend der Sippenälteste Enso oder Anso mit seinen Angehörigen. Der fruchtbare Boden, das windgeschützte Tal und in der Hauptsache sicher auch die vielen Wasserquellen luden ihn zum Bleiben und Siedeln ein. Die wenigen Sippenmitglieder erstellten ihre bescheidenen Hütten und die Siedlung erhielt den Namen Enso- oder Ansoingen. Noch im 13. Jahrhundert hieß sie in den alten Urkunden Ensingen, woraus später Einsingen wurde.
Zwei im Ort gefundene Münzen, wovon die eine das Bild des römischen Kaisers Claudius und die andere das des Königs Trajan zeigt, beurkunden, dass auch schon vor der Besitzergreifung des Landes durch die Alemannen in dieser Gegend Menschen ansässig waren. Seit altersher führte durch den Ort eine gepflasterte Römerstraße.
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Grimmelfingen 02.09.2007
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